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Dienstag, 26. Mai 2009

Fiese Mitbewohner

In unserem Keller haben sich zwei ganz besonders fiese Mitbewohner eingenistet. Jawohl es handelt sich um kleine gemeine Achtbeiner, die sich nur zeigen wenn ich im Keller bin. Der Held bekam schon mehrfach den Auftrag die Kellerbesetzer an die frische Luft zu setzen oder was sonst nötig ist um sie los zu werden. Doch bekam er sie nie zu Gesicht. Nun gehe ich nur noch Notgedrungen in den Keller. Aber auch nur mit äußerster Umsicht. Die Eindringlinge bekamen von mir die Decknamen Charlotte und Barbara. Mit einem Handspiegel checke ich zunächst die Umgebung, hechte dann mit einem Hechtsprung und anschließender Rolle in Richtung Wäsche, reiße alles von der Leine und mache mich wieder aus dem Staub.

Vorhin war es wieder soweit. Die Wäsche verlangte schon seit Tagen abgenommen zu werden, also stieg ich todesmutig hinab in die Tiefen. Ein Blick in den Handspiegel verriet mir, das es nun drei Untermieter waren. Scheinbar hatte es Barbara geschafft, sich zu klonen, denn der neueste Kellerbewohner sah haarklein so aus wie sie. Ich gab Barbaras Klon den Namen Agathe und ging geschlagen wieder in die Wohnung. Drei sind definitiv zu viele für mich. Nun werde ich mich kleinlaut an den Helden wenden und ihn bitten alles gründlichst ab zu suchen. Ich hoffe inständig das seine Suche und die Verbannung der Achtbeiner von Erfolg gekrönt sein möge.

Montag, 30. März 2009

Kreisch! Jubel!

Da schaue ich heute nichts ahnend in den Briefkasten und entdecke einen großen braunen Umschlag mit Luftpolsterfolieneinlage. Der Absender: Danyo! Er hatte angekündigt sich für mich etwas einfallen lassen zu wollen, da ich anfang März meinen persönlich 100-sten Kommentar bei ihm abgegeben hatte und noch dazu den 1.000-sten Kommentar auf seinem Blog hinterlassen habe. Nachzulesen HIER! Und das was er sich hat einfallen lassen hat mich schlicht und ergreifend umgehauen! Haltet Euch fest bzw. setzt Euch hin! Eine CD vom einzig wahren "Man in black":

Ring of Fire: The Legend of Johnny Cash

Trackliste:

Ring Of Fire
I Walk The Line
Jackson
Folsom Prison Blues
A Boy Named Sue
Big River
Get Rhythm
Cry, Cry, Cry
Hey Porter
A Thing Called Love
Guess Things Happen That Way
San Quentin (Live)
Man In Black
Highwayman
The Wanderer
I've Been Everywhere
Rusty Cage
Personal Jesus
Give My Love To Rose
One
Hurt

Er ist übergeschnappt und völlig wahnsinnig geworden! Er hat damit einen absoluten Volltreffer gelandet! ICH war eine ganze Viertelstunde nicht imstande mehr zu sagen als da-da-da-da.... Ich bin platt, ich kann mich kaum noch aufrecht halten. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.

DANKE! DANKE! DANKE!

Ich bin total aus dem Häuschen! Und mit den Klängen von "Give My Love To Rose" im Ohr werde ich mich mit Freudentränchen im Auge auf meine Couch zurückziehen und weiter in meiner Euphorie schwelgen. Danyo, du bist mein Held der Woche! *busserl*

Achso, der Held hat auch was gewonnen und zwar Karten für die Role Playing Conventions in Köln, aber meine CD ist toller, bätsch!

Freitag, 20. März 2009

Was für eine Welt?

Mal ganz im Ernst: In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Hier wo sich reiche Manager Millionen aus ihren finanziell ruinierten Firmen ziehen und grinsend in die Fernsehkameras blicken. Ältere Frauen blicken mich erschrocken an, wenn ich ihnen einen "Guten Morgen" wünsche, in voller Angst ich könne sie im nächsten Augenblick brutal Überfallen. Alle Menschen gehen stumpf aneinander vorbei. Die Frau die ihren Kinderwagen nicht in den Bus gehoben bekommt wird irgnoriert, wenn nicht sogar ausgelacht. Selbst Schuld, wenn sie Kinder bekommt.

Manchmal möchte ich davor weglaufen. An anderen Tagen nach Moral schreiend durch die Straßen ziehen, bis mich meine Stimme verlässt. Ich bin entsetzt über eine scheinbar noch nie dagewesene Gleichgültigkeit gegenüber seiner Mitmenschen. Solange nur der andere in Schwierigkeiten ist, dann ist für mich noch alles OK. Jeder hat genug damit zu tun sich selbst zu bemitleiden. Eine solch egoistische Einstellung wird bald jegliche Ethik und Moral unserer Gesellschaft vernichten. Die Leute ineressieren sich nur noch für sich, es werden keine nachbarschaftlichen Kontakte mehr gepflegt, das übliche Pläuschen am Gartenzaun ist so gut wie ausgestorben. Da wundert es mich nicht, dass es Menschen gibt die auch bei so manche Nachrichtenmeldung völlig kalt lässt. Mitgefühl? Ja das bräuchten Sie alle, geben wollen sie aber keins. Das benötigen sie für sich selbst.

Sie haben ein Dach über dem Kopf, eine Arbeitsstelle, gesunde Kinder, genügend Geld für Lebensmittel und Kleidung, zwei Autos und sogar ein Urlaub sitzt drin. Aber ihre Raffgier ist groß. Genug, nein, genug haben sie nicht. Zwar könnten sie den Kindern das Studium finanzieren, aber für ein eigenes Auto und eigene Wohnung für die Kleinen reicht es dann nicht mehr. Und das Ferienhäuschen in der Toskana ist auch noch nicht ganz abbezahlt. Ich würde sehen, es ginge ihnen schlecht, sehr schlecht.

Mir dreht sich der Magen, um mich herum fängt es an dunkel und kalt zu werden. Ich öffne wieder die Augen und sehe den Helden wie er mich verschmitzt angrinst. Ich schmiege mich an deine Brust und alles ist schon wieder viel weniger böse. Wenn doch nur jeder ein bisschen mehr an andere denken würde, das würde unsere Welt auf Dauer sehr viel schöner machen.

Dienstag, 24. Februar 2009

Die erfolgreiche Reduzierung meiner Selbst

Da der Held und ich trotz der Einleitung gewichtsreduzierender Maßnahmen nicht auf Leckereien verzichten wollen, mussten wir ein wenig umdisponieren.

Statt leckerem Schokoladeneis mit Schokostückchen und Schokosoße und Streuseln gibt es nun ein selbstgemachtes Fruchtsorbet aus dunklen Beeren.

Das deftige Gebäck und Puddingteilchen wurden gestrichen und durch einen saftig frischen Obstsalat ersetzt. Noch vermisse ich meine tägliche Überdosis Schokolade nicht und halte mich tapfer. Ganze 4 Pfund sind schonmal geschafft. Und solange ich noch Kaffee trinken darf ist alles gut.

Und mal ganz unter uns: Ich hätte nie gedacht, dass die Rezepte von den "Gewichts - Guckern" so gut ankommen.

Samstag, 31. Januar 2009

Kindheitserlebnisse

Für mich gibt es Dinge die man in seiner Kindheit erlebt haben sollte.

Dazu gehören: Ponyreiten, Schwimmen lernen, einen Freizeitpark besuchen, einen Schneemann bauen, Rahrrad fahren, Schlittschuh laufen, auf einen großen Baum klettern, eine Schatzsuche machen...

All das hat auch zu meiner Kindheit gehört. Doch es gibt etwas das hätte ich auch noch gerne gemacht. Ich war noch nie im Zirkus. Im Fernsehen habe ich schonmal eine Zirkusshow gesehen, doch das ist nicht das gleiche. Das ist genauso wie ein Konzert im Fernsehen schaun. Zwar schön und nett, aber am meisten rockt es wenn man in der tobenden Masse mitfeiert.

Irgendwann muss ich es Schatz gegenüber mal erwähnt haben, denn er hat mich mit Karten für einen Zirkus überrascht! Es ist ja schon der Wahnsinn das er sich das überhaupt gemerkt hat, aber dann noch Karten zu organisieren, das hat mich umgehauen. Ich bin total begeistert!

Ich freue mich am meisten auf die Artisten. Vielleicht haben sie ja sogar Schlangenmenschen oder Feuerspucker im Programm. Ich bin schon richtig aufgeregt!

Montag, 24. November 2008

Der erste Schnee

Ganz, ganz leise fing es an. Flöckchen um Flöckchen ließ sich langsam zur Erde fallen. Verträumt schaue ich durch das Fenster und sehe dem ersten tanzenden Schnee zu. Langsam schwebend taumelt er zu Boden und verschwindet in einer Pfütze. In Gedanken stelle ich mir die verschneiten Bäume im Garten vor. Die Wiese ein Meer aus winzigen Eiskristallen. Zart und noch völlig unberührt bis auf ein paar kleine Fußstapfen vom Nachbarshund.

Im tiefen Winter stellt man sich im langen warmen Wintermantel, Schal, Handschuhen und Mütze nach draußen und atmet tief durch. Die klare Luft tut gut. Langsam geht man die Straße hinunter und jeder Schritt verursacht ein knirschendes Geräusch. Leider ist es bei uns nur Schneematsch. Doch ich gebe die Hoffnung noch nicht auf.

Zu Hause werden die Backbücher gewälzt auf der Suche nach den leckersten Plätzchen. Die Maus kommt vorbei und fröhlich schwatzend einigen wir uns auf zwei Sorten Ausstechplätzen und Marzipan-Nougat-Pralinen. Wir denken grade darüber nach Lebkuchenherzen als süßen Tannenbaumschmuck zu backen und blicken kurz von den Backbüchern auf. Derweil ist der ganze Garten von einer Schicht Schnee bedeckt. Fast unbemerkt hat er sich an uns vorbeigeschlichen.

Nach etwa einer Stunde ist schon richtig weihnachtliche Stimmung in der Wohnung. Es duftet nach Plätzchen und Schokolade und draußen tänzelt noch immer der Schnee.
Dann kochen wir Chili Con Carne für unsere Liebsten und schon bald sitzen alle fröhlich schmausend im Wohnzimmer. Ein wunderschöner Tag.

Dienstag, 4. November 2008

Schwere Zeiten

Es gibt immer Zeiten, in denen man verzweifeln will. Man hat unheimlichen Brast auf so ziemlich alles, wenn auch nicht auf jeden. Man fühlt sich allein, trotz der Gegenwart anderer. Man hat das Gefühl, dass selbst das Atmen zu einer unerträglichen Belastung zu werden droht.

So vollgepumpt mit Hass, Wut, Trauer und Verzweiflung ist man gewillt jeden auf der Stelle zu zerfleischen der auch nur ein Wort von sich gibt. Doch immer siegt die Vernunft und man zwingt sich das Lächeln zurück. Es würde niemand verstehen. Kleine Fehltritte werden zu eklatanten Desastern. Jeder Herzschlag ist purer Streß.

Doch dann sieht man ihn. Den einen Menschen der dir mit nur einem Blick den Psychater oder gar die Anstalt erspart. Die Welt dreht sich auf einmal viel langsamer. Alles ist halb so wild. Mit einem Lächeln lässt er aus jedem noch so großen Problem die Luft raus.

Es gibt aber auch Tage, da ist einem selbst dann noch zum Heulen zumute, wenn einem der Liebste ein herzerweichendes Lächeln schenkt. Am liebsten würde man ihm heulend, jammernd und schluchzend in den Arm fallen, doch er soll sich keine Sorgen machen. Also schlucke ich diesen riesen Kloß runter. Doch er wäre nicht mein Held, wenn er mich nicht durchschaut hätte.

Eine liebevolle Umarmung ohne viel Worte, mehr braucht er nicht um meine etwas aus den Fugen geratene Welt wieder grade zu rücken. Er blickt mir tief in die Augen und es kommt mir so vor, als könne er in mich hinein sehen. Er streichelt mir nochmal zärtlich übers Haar und es ist, als wäre nie etwas passiert. Egal ob er nun versteht oder nicht worum ich mich sorge, die Hauptsache ist doch, das er zu mir hält und für mich da ist. Ebenso wie ich immer für ihn da sein werde.

Donnerstag, 25. September 2008

Du machst das schon!

Das ist der Satz den ich in letzter Zeit ständig zu hören bekomme.

Kannst du mal dies, machst du mal das? Alle verlassen sich auf mich, doch ich bekomme langsam das Gefühl das mir alles über den Kopf wächst. Mein Terminplaner platzt aus allem Nähten, ebenso wie meine Handtasche und meine Schädeldecke.

Eigentlich habe ich Nerven aus Drahtseilen, doch heute sind sie bedenklich kurz vorm Reissen. Wenn es nur der Umzug wäre, wäre alles halb so schlimm. Das macht noch Spaß, man sieht das es vorwärts geht und es ist für sich und den Liebsten. Da nimmt man gerne viel auf sich. Organisiert, plant und rechnet; klebt, sucht und vergleicht; streicht, misst aus und packt; kauft, schleppt und baut dann auch irgendwann mal wieder was auf.

Doch wie sagt man so schön, wenn es dicke kommt, dann richtig. Hier ne schlechte Nachricht, da klappt was nicht, hier muss man einspringen... Das kann richtig schlauchen. Man fährt nach der Arbeit nach Hause, stopft schnell etwas essbares in sich hinein und macht sich direkt wieder auf den Weg um abends todmüde und viel zu spät ins Bett zu fallen.

Ich werde mir jetzt erstmal einen riesigen Kaffee einflößen und dann geht es wieder weiter.

Ich mach das schon.

Freitag, 12. September 2008

Unbezahlbar

Verstohlen blickt der Held zu mir herüber. Sein Blick trifft mich wie ein Schlag. Da ist es wieder, dieses wunderschöne Kribbeln in der Bauchgegend und diese leicht weichen Knie. Dieses Gefühl der Verliebtheit welches die Liebe immer weiter wachsen lässt. Tag für Tag.

Ich schmelze dahin bei jeder noch so kleinen Berührung die er mir schenkt. Jedes seiner Lächeln ein Gedicht. Jeder Kuss eine Liebeserklärung. Jede Trennung, und sei sie auch von noch so kurzer Dauer, erfüllt mich mit süßem Schmerz und doch bin ich voller Vorfreude auf das nächste Wiedersehen.

Dann steht er wieder vor mir. Sein Lächeln verzaubert meine Sinne. Mein Herz schlägt wie wild und droht vor Freude aus meiner Brust zu brechen. Seine starken Arme umschlingen meinen Körper. Mit dieser Umarmung werden all meine Sorgen zu winzigen Sandkörnern. Mit einem Mal bin ich wieder in Sicherheit.

Er ist mein lebendes Aphrodisiakum. Er zieht mich hinein in einen Strudel der Lebenslust mit seiner Einzigartigkeit. Noch nie habe ich einen solchen Menschen getroffen. Und ich habe das Glück mit ihm zusammensein zu dürfen. Er ist kein Traum, er ist Wirklichkeit.

Und jeden Tag beweist mir der Held aufs neue wie Unvergleichbar er ist. Auch schafft er es immer wieder mich zu überraschen, sei es mit einem liebevollen Kompliment, einer kleinen Geste oder seiner Art mit den Dingen des Lebens umzugehen. Er vermittelt mir ein ganz neues Lebensgefühl das ich nie so kennengelernt habe.

Ich möchte ihn niemals mehr missen.

Mittwoch, 3. September 2008

Fröhlich

Ich bin ein fröhlicher Mensch. Immer. Zumindest nach außen hin. Ich habe mein Leben lang gelernt wie man richtig fröhlich ist. Für andere.

Doch wie man sich auch anderen gegenüber gibt, wir tragen doch alle ein Kreuz, wie groß oder klein es auch sein mag. Jeder kämpft auf seine Weise damit. Manche gewinnen, manche verlieren. So ist das im Leben.

Das Kreuz eines anderen können wir nicht beurteilen. Manche mögen uns riesig vorkommen, andere weniger groß, einige gar lächerlich. Doch es zählt nicht unsere Ansicht über das Kreuz eines anderen, sondern das Empfinden des Trägers. Auch kommt es darauf an, wie lange man es schon mit sich herum schleppt. Es gibt Kreuze die sich nach einer Zeit leichter tragen lassen. Sie fühlen sich leichter an, man hat sich an das Kreuz und das damit verbundene Gewicht gewöhnt. Andere werden mit der Zeit immer schwerer, bis wir schließlich unter ihnen zusammenbrechen.

Man schleppt auch immer ein Stück Vergangenheit mit sich rum. Verarbeiten soll man sie. Aber wie? Ich habe meine Vergangenheit schon verbrannt, ertränkt, zerfetzt und ausbluten lassen. Habe versucht darüber zu reden. Sie regelrecht tot zu quatschen. Doch dieser Kelch mag einfach nicht an mir vorüber ziehen.

Dabei ist mein Leben im Moment so schön. Ich kann mich wirklich nicht beschweren. Mein Held steht mir immer zur Seite und ein einziges Lächeln kann meine Dämonen eine Zeitlang vertreiben. Für Stunden, Tage oder sogar Wochen. Der Held, der Schatz und meine lieben handverlesenen Freunde lassen mich alles für eine Zeitlang vergessen. Doch bisher kamen sie immer wieder.

Zeit, sagt man, alles braucht seine Zeit. Und viel Geduld. Aber durch Zeit und Geduld allein zerfällt ein Kreuz nicht zu Staub. Auch Dämonen lassen sich von diesen Faktoren wenig beeindrucken. Doch vielleicht findet sich mit der Zeit ein Weg der uns hilft die Vergangenheit ein Stück weiter hinter uns zu bringen. Niemand kann das was gewesen ist verändern, oder gar zerstören, doch es hilft allein schon wenn man seine Kelche von einem Stück weiter weg betrachtet um besser damit klar zu kommen. Von weiter weg sieht alles ein wenig kleiner und weniger böse aus. Auch Kreuze und Dämonen.

Dienstag, 27. Mai 2008

Wieder da! Hurra?

Weg war es. DIE Versuchung meiner Jugend. Nogger Choc.

Zartes Vanillecreme-Eis mit Schoko-Haselnuss-Glasur und einem Kern harter Nuss-Nougat-Masse. Doch (es muss Ende der 90er gewesen sein) hat Langnese die Produktion dieser Sünde am Stiel einfach eingestellt.

Ich beschloss kinderlos zu bleiben. Eine Kindheit ohne Nogger-Choc - das konnte ich nicht zulassen. Der Schock saß tief. Doch nach ein paar Jahren hatte ich dank meines Psycho-Doctors alles soweit verkraftet. Mein Leben bekam wieder Sinn.

Dank etlicher Petitionen gibt es seit 2008 eine Neuauflage.

Die Gerüchte gingen schon seit Wochen um als ich mit Kathrin und Torben durch Dortmund schlenderte. Doch als wir an einem Kiosk vorbeikamen traf uns fast der Schlag. Von wegen Gerücht! Nichts als die Wahrheit! Dort von der Langneseeistafel blickte es zu mir rüber. Mein heiß geliebtes Nogger-Choc! Wir stürzten uns auf den Kiosk-Mann. Jeder wollte der erste sein. Nachdem wir alle versorgt waren starrten wir wie hypnotisiert auf das Eis. War es auch wirklich kein Traum? Wir zelebrierten förmlich das auspacken und bissen genüsslich hinein....

Irgendwas stimmte nicht. Die Schoko-Haselnuss-Glasur? Nein, die war wie immer. Die Vanillecreme? Nein, die war auch super. Der Nuss-Nougat-Kern! ER WAR ANDERS!!!! Nachdem ich mich nach einer kleinen Herzattacke wieder beruhigt hatte blickte ich zu den anderen. Auch sie zeigten sich leicht verstört. Was war passiert? Der Nuss-Nougat-Kern war weicher und süßer als früher.

Es schmeckte nicht schlecht - doch leider nicht wie früher.

Nun, ich habe mir allerdings sagen lassen, dass es doch noch Hoffnung gibt. Ein gewisser Discounter - nennen wir ihn mal A*L*D*I - vertreibt angeblich ein No-Name Produkt welches wie das Original schmecken soll.

Also nix wie hin und testen!

Donnerstag, 15. Mai 2008

Sonnentage

Ich schaue dem bunten Schmetterling hinterher. Er verschwindet im unendlich blauen Himmel. Die Sonne scheint schon den ganzen Tag und nichts vermag meine Stimmung zu trüben. Ich fühle das Gras unter mir. Einzelne Halme kitzeln an meinen Beinen. Ich drehe mich zu dir. Mit deinem typisch verschmitztem Lächeln siehst du mich an. Ich möchte den Rest meines Lebens damit verbringen, dich auf einer Sommerwiese liegned anzusehen. Leider hätte ich schon nach ein paar Stunden ganz schön damit zu kämpfen dich von Pollen total verquollen Augen auch nur schemenhaft wahrzunehmen, doch Wunschdenken soll mir doch gegönnt sein.

Statt dessen schnappe ich mir wohl die Flasche mit der Sonnencreme und massiere deinen wunderschönen Rücken während ich dich eincreme. Als du dich zu mir umdrehst, male ich dir ein lachendens Gesicht auf deinen Bauch. Grinsend fallen wir uns in die Arme. Ich schmiege mich an deine Brust und lausche dem Schlag deines Herzens.

Nirgendwo fühle ich mich wohler als bei dir.

Leider gibt es einige Fehler in dieser Tagträumerei. Sind sie euch aufgefallen?

1.)
Ich würde es mir nie einfallen lassen mich ohne passende Unterlage auf eine Wiese zu setzen. Zum einen gibt das Grasfecken, zum anderen leben dort Tiere vorzugsweise Insekten, die mich angreifen wenn ich mich draufsetzte. Auf einer Decke bin ich dagegen sicher.

2.)
Meine Pollenallergie tritt im Normalfall erst im Herbst auf.

3.)
Er würde MICH eincremen, denn er ist toll. Bestimmt.

4.)
Kenne ich IHN noch nicht.

Bis dahin werde ich mich alleine in der Sonne räkeln und tonnenweise Bücher verschlingen. Wenn mich einer sucht - ich bin im Garten!

Mittwoch, 14. Mai 2008

Bewegt

Diese Frau,- Ihre Augen.

Noch nie habe ich solche Augen gesehen. Die tiefschwarze Iris umrandet von einem schmutzigen Grün - eingefasst in einen dunklen Kranz.

Ihr Blick trifft mich nur kurz, doch lang genug um mich den ganzen Tag zu beschäftigen.

Diese wunderschönen katzenartigen Augen sind voller Kraft, Mut und Stärke; doch auch voller Schmerz, Leid und Trauer.

Sie ging raschen, selbstsicheren Schrittes an mir vorbei, einen sportlichen Kinderwagen vor sich her manövrierend. Sie war schlank, gutaussehend und trotz das sie so schnell an mir vorüber war konnte ich die recht geschickt mit Make-Up kaschierten Augenringe erkennen. Ihre eigentlich so schönen, vollen Lippen waren zu einem leicht gequälten, verbitterten Lächeln verbogen.

Die Einkaufstüte in der einen Hand, mit der anderen den Buggy schiebend, eilt sie von dannen und ist schon aus meinem Blickfeld verschwunden.

Die komplette Begegnung dauerte keine Minute, und doch denke ich noch immer daran. Ich frage mich wer Sie wohl war und was sie so tief erschüttert hat.

Ich werde es wohl nie erfahren und doch wünsche ich ihr alles Gute.

Mittwoch, 9. April 2008

Herzklopfen

Komm her mein Liebster. Komm zu mir und nimm mich in deine starken Arme. Beschütze mich vor allen Ungerechtigkeiten dieser Welt. Deine feste, klare und doch so liebevolle Stimme ungarnt meine Sinne. Ich lege den Kopf auf deine Brust und lausche dem rythmischen Pochen deines Herzens. Dein gleichmäßiger Atem wirkt beruhigend auf mich. Ich atme deinen dezenten Duft ein und bin wie verzaubert. Ich sehe in deine Augen und möchte in aller Ewigkeit darin versinken. Du lächelst mich an und ich verliere mein Herz endgültig - an dich. Ich spüre deinen Atem auf meiner Haut, es ist nicht einmal eine Berührung und doch läuft mir ein Schauer über den Rücken. Ich geniesse deine Anwesenheit und schöpfe Kraft aus dir. Deine leicht rauhe Hand fährt zärtlich über meinen Hals. Ich schließe meine Augen und besinne mich ganz auf dich. Deine Lippen berühren meine Wange und ich habe ein Gefühl, als bliebe die Zeit stehen. Die Luft ist wie elektrisiert. Ich streiche dir über dein Gesicht, halte ein bei deinen Lippen, komme dir näher.

Ja so etwas denke ich mir aus, wenn ich einsam bin. Na und? Ist das nicht normal? Nein bestimmt nicht, aber ich bin ja auch nicht normal. Und im Moment unheimlich einsam. Und nein, ich mutiere nicht zum Groschenromanschreiber.

Nur leider bin ich auch Realist. Das zu akzeptieren ist nicht leicht, aber notwendig.

Von daher schreibe ich nun das Realistenende.

Du lächelst mich an, gibst mir einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Die Welt dreht sich wieder. Ein wenig zu schnell. Was war denn das? Mir wird schwindelig. Du fängst an zu sprechen: "Schön das du da bist! Ich muss dir dringend jemanden vorstellen! Das ist Theresa!" Ein blondes Perückenschaf kommt auf mich zustolziert. Du strahlst vor Freude als du sie erblickst. Sie trägt rosa Nagellack zu ihrem süffisanten Lächeln. Ich kenne sie. Sie hat sich wahrscheinlich (mal wieder) mit ihrem Anabolikafreund gezofft und wird ihn (wieder mal) mit jemand anderen zur Weißglut treiben. Am liebsten würde ich ihr perfektes Gesicht zerkratzen. Ich überschlage grob die Halbwertzeit ihrer Beziehungen und gebe Euch so in etwa fünf bis sechs Wochen. Dann wirst du mit gebrochenem Herzen vor meiner Haustür stehen und ich werde dir Beistand leisten. Du legst den Arm um ihre Taille und küsst sie. Warum SIE? "Laß uns doch zusammen einen Kaffee trinken gehen!", flötest du. Sie wirft mir einen vernichtenden Blick zu. "Nein danke, ich lass euch zwei Täubchen lieber allein!", entgegne ich und mir dreht sich der Magen um. Ich drehe mich um, steige in mein Auto und suche das Weite.

Montag, 7. April 2008

Seelenmassage

Musik ist mein persönlicher Zufluchtsort. Mit ihrer Hilfe kann ich Gedanken aus meinem Kopf vertreiben (ich drehe die Musik einfach laut genug das ich meine Gedanken nicht mehr höre) oder Gefühle untermauern und verstärken.

Am Wochenende stand seit langem endlich mal wieder eine Discothek an, in der viel basslastige Musik gespielt wird. Und genau das habe ich gebraucht.

Ich betrat die Disco und machte mich direkt auf in die Dance-Hall. Der ideale Standort für mich war schnell gefunden. An dem Bass!

Es ist einfach herrlich wenn die Basswellen durch dich hindurch zu fließen scheinen und den ganzen Körper zum Erzittern bringen. Für etwa fünf Minuten war ich wie weggetreten. Die pulsierende Musik fegte meinen Kopf frei und ich fühlte mich seelisch wie neu geboren. Es war, als hätte der Bass alle meine Sorgen weggeschwemmt.

Langsam nehme ich meine Umgebung wieder wahr. Die tanzende Masse die mit mehr oder weniger rythmischen Bewegungen durch den Raum wabbert, und meine Freunde, die gut gelaunt um mich herum stehen. Ja, jetzt geht es mir wieder gut. Lasst uns tanzen!

Mittwoch, 2. April 2008

Naturgewalt

Der Regen klatscht unablässig an meine Windschutzscheibe. Meine Scheibenwischer laufen auf höchster Stufe. Blitze zucken über den Himmel und das Grollen des Donners schallt durch die Nacht.

Ich suche einen kleinen Feldweg am Rande der Stadt auf, um mir die Naturgewalt ihrer ganzen Schöhnheit und vor allem in Ruhe zur Gemüte führen zu können.

Nun kann es losgehen.

Ein Blitz erhellt den Himmel und erleuchtet die kargen Äste einer Esche. Im strömenden Regen verharrt sie regungslos in der Erwartung der Dinge die da kommen. Stolz reckt sie sich dem Himmel entgegen. Man bekommt das Gefühl als wolle sie ihn berühren.

Ein Vogel sitzt in ihrer Krone, und ich muss zwangsläufig an Yggdrasil, die Weltenesche, denken. Ich fühle mich in eine völlig andere Welt versetzt, und während das Unwetter tobt versinke ich immer mehr in Raum und Zeit. Immer wieder zucken Blitze über den Himmel und heben die wunderbar gleichmäßige Shiluette des Baumes hervor. Ein wirklich unbeschreiblich schöner Anblick.

Langsam verzieht sich das Gewitter wieder und ich starre noch lange in die Dunkelheit.

Freitag, 14. März 2008

Schmerzvolle Dinge

Die drei schmerzvollsten Dinge der Welt:

- Etwas zu brauchen, das man hasst

- Jemanden zu lieben, der einen zerstört

- Jemanden zu vermissen, den man liebt.

Sonntag, 2. März 2008

Exessive Selbstzerstörung

Es ist schon unglaublich was man alles tut um gewisse Dinge zu verarbeiten bzw. um genau dies zu Verhindern. Konfliktvermeidung ist einer der Begriffe dem man hier besondere Beachtung schenken MUSS! Man kommt einfach nicht weiter, indem man seine eigenen Interessen ignoriert, nur um einem Streit aus dem Weg zu gehen.

Ich rate an dieser Stelle niemandem ein Wortgefecht vom Zaun zu brechen, doch kann man nicht immer alles einstecken, nur damit sich der Gegenüber besser fühlt, oder weil man Angst vor den eventuellen negativen Folgen einer ordentlichen Aussprache hat. Leider. Allerdings sind diese Folgen nicht unbedingt ganz ohne. Daher muss man schon darauf achten das man seine Worte hübsch verpackt, am besten noch ein paar Pralinen dazu reichen. Aber dennoch verständlich. Meine Güte ist das alles kompliziert.

Ich gehöre nun dummerweise zu der Sorte Mensch, die ein leicht aufbrausendes Temperament haben. Ich habe lange überlegt, ob es nicht vielleicht doch besser ist es einfach alles so zu lassen, doch ich bin jetzt schon unzufrieden mit der Situation und es wird garantiert nicht besser. Zumindest nicht ohne ein tiefschürfendes Gespräch. Also muss ich aufhören und aus meiner selbstzerstörenden Schutzblase ausbrechen.

Ich muss mich meinen Dämonen stellen und meine Meinung über gewisse Dinge ein für allemal klarstellen. Bitte achtet in der Zeitung auf meinen Nachruf.

Montag, 18. Februar 2008

Das geht runter wie Öl

Nun ich habe ja schon ein paar interessante Komplimente bekommen in meinem Leben, aber das vom Samstag Abend (oder war es schon Sonntag morgen?) hat mir noch keiner gesagt. Hier meine Top 3 Komplimente (viel mehr kommen leider nicht zusammen):

3) "Du fährst eine tolle Linie!" (Dom)

2) "Mit dir würde ich gerne mal - ganz alleine - mal so richtig ... heftig --- streiten!" (Casi)

1) "Du bist wirklich eine sehr erotische Frau" (Panda)

Das Kompliment vom Panda hat mir buchstäblich die Sprache verschlagen. Wer mich kennt weiß das das eigentlich so gut wie unmöglich ist! Er hat sogar beteuert das er das nicht auf seinen Alkoholpegel zurück zu führen ist. Ich habe mich wirklich unglaublich geehrt gefühlt. Hoffen wir mal das ich jetzt nicht eingebildet werde.

Und noch einen Aufruf an die Männer: Vergesst nie das Frauen Komplimente brauchen. Ich bin immernoch total euphorisch!

Sonntag, 17. Februar 2008

Begegnungen

Er starrt mich an. Ein süffisantes Lächeln umspielt seine butrote, vollen Lippen. Ich habe ihn schon öfters gesehen, doch ich weiß nicht mehr genau wer er ist, und kommt es mir so vor, als hätte ich ihn vorher ganz anders wahrgenommen. Er steht auf und kommt auf mich zu. Sein Gesichtsausdruck nimmt plötzlich makabere Züge an. Langsam erinnere ich mich. Er nähert sich mir bis auf einige wenige Schritte, seine Augen nicht von mir abwendend.

Ich will ihn nicht weiter ansehen, starre in meinen Drink. Ich fühle seinen durchdringenden Blick auf mir ruhen. Er mustert mich - ganz langsam und sorgfältig.

Ich entschließe mich dazu zu gehen, kippe meinen Drink runter und gebe dem Kellner ein Zeichen. Freiwillig will ich nicht mit ihm in Berührung kommen. Wenn ich jetzt gehe kann ich vielleicht einer Kontroverse aus dem Weg gehen.

Er weiß das ich gehen werde, er weiß das ich mich nicht auf ihn einlasse, doch weiß er auch das er eine gewisse Anziehungskraft auf andere ausübt.

Er wird sich immer in meiner Nähe aufhalten. Wer ihn einmal aus der Nähe gesehen und in seine unendlich tiefen Augen geblickt hat, wird ihn nie wieder vergessen. Auch das weiß er.

Ich schaffe es nicht an ihm vorbei zu gehen ohne in noch einmal anzusehen. Ein unscheinbares Lächeln huscht über sein Gesicht, beinahe liebevoll sieht er zu mir hin. Fast bin ich dzu geneigt mit ihm zu sprechen, doch im Bruchteil einer Sekunde finde ich meinen Verstand wieder. Er sieht mir noch lange nach.

Ich trete hinaus auf die Strasse. Ich weiß das ich ihn wiedersehen werde. Doch ob es wieder gut ausgeht, das weiß nur er.