Montag, 7. April 2008

Seelenmassage

Musik ist mein persönlicher Zufluchtsort. Mit ihrer Hilfe kann ich Gedanken aus meinem Kopf vertreiben (ich drehe die Musik einfach laut genug das ich meine Gedanken nicht mehr höre) oder Gefühle untermauern und verstärken.

Am Wochenende stand seit langem endlich mal wieder eine Discothek an, in der viel basslastige Musik gespielt wird. Und genau das habe ich gebraucht.

Ich betrat die Disco und machte mich direkt auf in die Dance-Hall. Der ideale Standort für mich war schnell gefunden. An dem Bass!

Es ist einfach herrlich wenn die Basswellen durch dich hindurch zu fließen scheinen und den ganzen Körper zum Erzittern bringen. Für etwa fünf Minuten war ich wie weggetreten. Die pulsierende Musik fegte meinen Kopf frei und ich fühlte mich seelisch wie neu geboren. Es war, als hätte der Bass alle meine Sorgen weggeschwemmt.

Langsam nehme ich meine Umgebung wieder wahr. Die tanzende Masse die mit mehr oder weniger rythmischen Bewegungen durch den Raum wabbert, und meine Freunde, die gut gelaunt um mich herum stehen. Ja, jetzt geht es mir wieder gut. Lasst uns tanzen!

Donnerstag, 3. April 2008

Ralph Waldo Emerson

Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter.

Hinter dem Mond...

... da lebe ich. Dieses Gefühl beschleicht mich im Moment immer häufiger.

Fragen wie "haste mal n Stick?" oder "...hömma das neue i-pod..." werden im ersten Fall verneint und im letzteren wohl eher mit einem großen (in Leuchtschrift und blinkendem!) Fragezeichen über dem Kopf wahrgenommen. Gut so ein Stick mag ja in gewissen Situationen ganz praktisch sein, aber was ist ein i-pod und wozu braucht man es?

Nein, ich brauche das nicht wissen und ich will es auch gar nicht wissen. Ich habe bis jetzt ohne so ein Ding überlebt und ich werde es auch weiterhin.

Das womit ich mich als nächstes Auseinandersetzen werde ist ein DVD-Recorder. Und das mir, die ich ja nicht einmal einen MP3-Player besitze oder das hochmoderne Vorgängermodell den Disc-Man! Wer sich also mit diesen Recordern auskennt darf sich gern bei mir melden und mir mit Rat und Tat zur Seite stehen, ansonsten hab ich wahrscheinlich bis nächstes Jahr noch keinen.

Des Weiteren bräuchte ich ein wenig HTML-Nachhilfe. Ich kann ja schon so einiges, aber so zwei bis drei Fragen hätte ich da noch, da ich mit der Gestaltung meines Blogs noch nicht ganz zufrieden bin.

Mittwoch, 2. April 2008

Naturgewalt

Der Regen klatscht unablässig an meine Windschutzscheibe. Meine Scheibenwischer laufen auf höchster Stufe. Blitze zucken über den Himmel und das Grollen des Donners schallt durch die Nacht.

Ich suche einen kleinen Feldweg am Rande der Stadt auf, um mir die Naturgewalt ihrer ganzen Schöhnheit und vor allem in Ruhe zur Gemüte führen zu können.

Nun kann es losgehen.

Ein Blitz erhellt den Himmel und erleuchtet die kargen Äste einer Esche. Im strömenden Regen verharrt sie regungslos in der Erwartung der Dinge die da kommen. Stolz reckt sie sich dem Himmel entgegen. Man bekommt das Gefühl als wolle sie ihn berühren.

Ein Vogel sitzt in ihrer Krone, und ich muss zwangsläufig an Yggdrasil, die Weltenesche, denken. Ich fühle mich in eine völlig andere Welt versetzt, und während das Unwetter tobt versinke ich immer mehr in Raum und Zeit. Immer wieder zucken Blitze über den Himmel und heben die wunderbar gleichmäßige Shiluette des Baumes hervor. Ein wirklich unbeschreiblich schöner Anblick.

Langsam verzieht sich das Gewitter wieder und ich starre noch lange in die Dunkelheit.

Jean Giraudoux

Man führt nicht mehr genug Selbstgespräche heutzutage. Man hat wohl Angst, sich selbst die Meinung zu sagen.

Dienstag, 1. April 2008

Reizend

Während meines Urlaubs durfte natürlich ein ausgedehntes Shoppingerlebnis nicht fehlen. Da in meiner niedlichen Kleinstadt die Auswahl an Bekleidungsgeschäften für meine Verhältnisse doch sehr zu wünschen übrig lässt entschloss ich mich die Dortmunder City unsicher zu machen. Mit ein paar Freunden im Gepäck ging es los.

Ich suche ja ganz gerne mal ein paar etwas ausgefallenere Modestücke und ich war auch schon wild entschlossen was ich am Ende dieses Tages als meine neueste Errungenschaft betiteln wollte. Eine Corsage sollte es werden!

Korsett und Mieder waren jahrzehnte lang als Inbegriff der Unterdückung der Frauen bekannt. Heute ist es in wesentlich angenehmerer Trageform erhältlich und gewissermaßen Trend. Nicht nur als Dessous, sondern auch als eigenständiges Oberteil.

Mit dieser Kenntnis hatte ich meine erste Entscheidung zu fällen. Was für eine Corsage soll es denn sein? Eher etwas das ich als Oberteil tragen kann? Oder vielleicht gar nicht so auf Optik, sondern etwas körperformendes um die letzten Pölsterchen zu kaschieren? Oder etwas recht aufreizendes, für die besonderen Stunden zu zweit? ZU ZWEIT?!? Ne das lohnt sich nicht als Single, sich soetwas anzuschaffen. Für wen denn?? Die Entscheidung fiel auf die besondere Art von Oberteil.

Damit stand dann die nächste Hürde vor der Tür? Wo bekommt man sowas? Hmmm - so auf die schnelle fiel uns da nur die Frau Uhse ein. Was soll´s. Also mit alleman (insgesamt 6 Personen) den Shop gestürmt. Die Auswahl war zwar alles eher auf Dessous beschränkt, aber ums anprobieren kam ich nicht umhin. Allein die Umkleidekabine war schon der Renner des Tages. Ich bin ja eher selten in Erotikshops anzutreffen, es kann also sein das ich hinsichtlich dessen ein wenig hinter dem Mond lebe, aber es gab verschiedene Lichteinstellungen (Taglicht, Kerzenschein und, wen wundert es, Rotlicht), die man auch noch dimmen konnte. Alles sehr geschmackvoll gehalten und einen auffälligen Drücker für den Ruf des Servicepersonals. Ich war schon ein wenig beeindruckt.

Mit der Anprobe kristallisierte sich das nächste Problem heraus. Die Corsagen waren alle so geschnitten, dass sie die Pölsterchen, die es eigentlcih zu kaschieren galt, schön nach unten drückten, so das man fast schon eine Art Rettungsring ausmachen konnte. Meine Stimmung sank. Es musste doch eine vernünftige Corsage in dieser Stadt für mich aufzutreiben sein!

Die Suche ging durch Karstadt. Wieder genau das gleiche Problem. Ganz egal in welche Marke man mich auch einschnürte, es sah einfach grauenhaft aus.

Betrübt schlenderte ich durch die Brückstrasse, als auf einmal ... ja natürlich! Im Freestyle 66 haben die doch alles mögliche, auch für Stripper! Da musste ich es noch einmal versuchen! Also stürmten wir auch diesen Laden. Ab durch die Tür, gradewegs die Treppe hinunter in den interessanten Teil des Ladens.

Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen und meine Hoffnung flackerte direkt wieder auf. Überall waren kecke Oberteile, wahnsinns Dessous und halsbrecherische Stiefel zu sehen. Wenn ich hier nichts finden würde, dann nirgends. Ich hechtete in meiner Euphorie auf die nächte Verkäuferin hinzu, welche instinktiv einen Schritt zurück machte. Ich schilderte ihr kurz meine Situation. Sie grinste mich an und ging zielstrebig auf eins der Regale zu. Und dann zauberte sie DIE Corsage meiner schlaflosen Nächte zutage! Und das ganze sollte es auch noch zu einem sagenhaft günstigen Preis geben! Na, na - dachte ich bei mir, - freu dich nicht zu früh. Noch weist du nicht ob sie dir passt! In der Umkleidekabine war ich dann völlig hin - und weg. Sie saß perfekt! Und sah auch phantastisch aus! Und gekostet hat es mich ein FÜNFTEL von der Beate Corsage! Ich hab mir in meinem Rausch dann gleich zwei gekauft. Eine in einem wunderschönen verruchten Rot und die andere in Schwarz. Beide mit Spitze. Und ich muss sagen, selbst nach fünf Stunden Tragezeit war es immernoch angenehm. Nach acht Stunden allerdings war ich froh sie ausziehen zu können. Aber das ist sicherlich auch Gewöhnungssache.