Donnerstag, 31. März 2011

Moderne Folterinstrumente

Bei meinem Frühjahrsputz bin ich auf ein Foltergerät der besonderen Art gestossen. Es gaukelt dir nämlich vor, ganz toll für dich zu sein. Aber in Wirklichkeit will dir Schmerzen bereiten und dich abhängig machen. Die Rede ist von meinem Crosstrainer.

Mit Sport habe ich nicht viel am Hut, ich bin eher der Marathonleser. Mit Rekordzeiten im auf-der-Couch-rumlümmeln. Entspechend sieht es auch mit meiner Kondition aus. Als ich das erste Mal auf diesem Höllengerät stand musste ich nämlich feststellen, das ich kein bisschen Kondition habe. Null. Nada. Nix. Nach fünf Minuten hechtelte ich wie verrückt und mein hochroter Kopf dampfte schon. Auf Anraten des besorgten Helden stieg ich ab. Meine Beine waren schwer wie Blei, doch ein Funke Ehrgeiz keimte in mir auf.

Am nächsten Tag war ich vom Muskelkater gebeutelt und machte einen großen Bogen um meinen neuen Feind. Alle zwei Tage raffte ich mich auf und wollte ihn bezwingen. In der ersten Woche konnte ich kaum mehr aufrecht eine Treppe bewältigen, doch nach und nach wurde es besser. Ich schaffte eine halbe Stunde ohne danach auszusehen als wäre ich tagelang vor den Hunnen geflohen. "Ist doch super" höre ich Euch schon rufen. Ich gebe Euch gar nicht so unrecht. Doch dann hat mich eine dicke Erkältung heimgesucht und ich konnte zwei Wochen nicht mehr trainieren. Jetzt müsste ich praktisch wieder bei Null anfangen. Auf gar keinen Fall. Ich sehe das triumphierende Grinsen des Höllengeräts. Ja es hat mich besiegt. Vorerst.

Wenn das Wetter schöner ist gehe ich wieder walken. Und wenn ich dann in Form bin kann dieses Mistding was erleben!